Beruf und Berufung – mein Weg zur Autorin

Foto © Holger Issing

Mein bisheriges Berufsleben wurde im Wesentlichen von zwei Dingen geprägt: von meinem gesellschaftspolitischen Engagement und meiner Leidenschaft für das Künstlerische. Nach meinem Abitur stürzte ich mich zuerst in ein Soziologiestudium (in Heidelberg) und zwei Jahre später in das Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Zusätzlich absolvierte ich in Rom eine Ausbildung bei Dominic de Fazio, einem international bekannten Schauspiellehrer.

 

Von der Regie zur Recherche

Im Laufe meiner langjährigen Tätigkeit als Schauspielerin, Regisseurin und Schauspiellehrerin entdeckte ich auch meine Leidenschaft für das Schreiben. Zugleich verstärkte sich in mir, nicht zuletzt bedingt durch meine buddhistische Praxis, das Bewusstsein für die Untrennbarkeit allen Lebens und daraus die Notwendigkeit, unsere Umwelt aktiv zu schützen. „Gefahr ohne Schatten“ entstand aus dem Wunsch heraus, beides – das Schreiben und das Bewusstsein für das Zusammenhängen aller Dinge in dieser Welt – miteinander zu verbinden. 2009 begann ich mit den Hintergrundrecherchen für den Roman, eng verknüpft mit meinem Engagement in der Anti-Atom-Bewegung. Was sich daraus ebenfalls entwickelte, war und ist meine journalistische Tätigkeit im Bereich Umwelt und Energie, unter anderem unterstütze ich zurzeit die Öffentlichkeitsarbeit von AntiAtomBonn. Ausgewählte Beispiele meiner journalistischen Arbeit finden Sie hier.

Und von der Idee zum fertigen Buch

Nach gut drei Jahren intensiver Recherche und mindestens genauso intensiver Auseinandersetzung mit der Story und den Figuren ist „Gefahr ohne Schatten“ nun fertig. Auch wenn das Buch Fiktion ist und alle handelnden Personen frei erfunden sind, so nimmt meine Geschichte immer wieder Bezug auf reale Hintergründe und Ereignisse rund um die Atomindustrie in Deutschland und der Welt. Mir war es wichtig, diese oft abstrakt erscheinenden Ereignisse über meine Romanfiguren emotional erlebbar zu machen und ein Bewusstsein zu schaffen für die latente Bedrohung, die uns letztlich alle betrifft.